Fokus Meinungsfreiheit

Nationalpark Senne #Wahlprogramm

Für mich eines der zentralen Zukunftsthemen in Schlangen und Umgebung. Seit früher Kindheit und heute mehr denn je beschäftigt mich die Senne, ihr Schutz und die Erlebbarkeit durch die Bevölkerung und Gäste. Ich erinnere mich noch gerne an eine Wanderung während der Grundschulzeit ins Kleine Bruch, oder an eine Aktion mit dem damaligen Schuldirektor Hüdepohl, wo wir einen Feuersalamander in der Senne „ausgewildert“ haben. Die Senne – quasi meine erste Liebe. Ein paradiesischer Flecken Erde – für Mensch und Natur – nicht für Militärs, politische und sonstige Eliten!

Dass sich Die PARTEI für die Einrichtung eines Nationalparks Senne einsetzt ist richtig und wichtig. Das Gebiet des bislang als Truppenübungsplatz genutzten Areals der Senne gilt als einer der bedeutendsten Hotspots für Biodiversität und ist ein einzigartiges Naturjuwel in Europa. Ein Nationalpark in der Senne schützt nicht nur dieses einmalige Ökosystem, mit seinen mehr als 1000 bedrohten Tier- und Pflanzenarten, sondern fördert auch maßgeblich einen naturverträglichen Tourismus, Umweltbildungsangebote und nicht zuletzt die Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe.

Wir als PARTEI fordern, dass der Gemeinde Schlangen, die flächenmäßig den größten Anteil an der Senne besitzt, in einem Nationalpark Senne eine zentrale Rolle als Nationalparkkommune zukommt. Beispielsweise muss ein zukünftiges Nationalparkzentrum in der Gemeinde Schlangen angesiedelt sein. Hier müssen Rat und Verwaltung bereits jetzt entsprechende Planungen einleiten. Denn diesen Leuchtturm dürfen wir nicht Augustdorf, Hövelhof, Bad Lippspringe oder Paderborn überlassen. Die regionalökonomischen Effekte werden für die ganze Region Bedeutung haben, aber Schlangen muss das Herzstück der Nationalparkregion sein.

Nicht nur aufgrund des Flächenanteils muss Schlangen beim Thema Senne die Diskussion anführen. Mehr als 1.300 Einwohner des ehemaligen Ortsteils Haustenbeck wurden aufgrund des Truppenübungsplatzes Zwangsumgesiedelt und bis heute müssen die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Schlangen Auswirkungen des militärischen Übungsbetriebs, wie Lärm und Straßensperrungen, hinnehmen.

Mit einem direkten Einzugsgebiet von mehr als 12 Millionen potentiellen Besuchern kann ein Nationalpark Senne für die Region eine zusätzliche Wertschöpfung im dreistelligen Millionenbereich erzielen sowie tausende neue Arbeitsplätze im Tourismus und den nachgelagerten Dienstleistungssektoren schaffen. Nachdem sich der wirtschaftliche Nutzen durch stationierte Truppen nach den Abzug der Briten auf Null reduziert hat, ist ein Nationalpark die einzig logische und sinnvolle Option zur Entwicklung der Senneregion.

Bereits 1991 hat der Landtag NRW einstimmig die Einrichtung eines Nationalparks Senne nach Abzug der Briten beschlossen. Bis nun zeitnah ein Nationalpark in der Senne ausgewiesen wird und die Phase der Konversation abgeschlossen ist, stellt sich Die PARTEI zudem hinter die Forderung von Schlangen 4.0, die für die in der Senne übenden Truppen eine strikte Einhaltung der, in 1989 zwischen den Anrainerkommunen und den Militärs verabschiedeten, Senne-Vereinbarung fordert. Die Durchgangsstraßen in der Senne müssen großzügig Nutzbar und die Senne an sich für die Bevölkerung zugänglich und erlebbar sein. Dies bedeutet auch, dass die Bereiche der Gemeinde Schlangen, die östlich der sogenannten „Ringstraße“ zwischen „Tütgenmühle“ und „Kreuzkrug“ liegen, ab sofort nicht mehr zum Gebiet des Truppenübungsplatzes zählen dürfen und der Bevölkerung für Erholungs- und Umweltbildungszwecke zugänglich gemacht werden müssen. Entsprechende Maßnahmen werden wir unmittelbar nach der Wahl vom neuen Bürgermeister einfordern!

Darüber hinaus fordert Die PARTEI, dass die übrigen Parteien und Entscheider sich diesen Forderungen im Sinne einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung anschliessen. Mit der gebetsmühlenartigen Verbreitung von „Fake News“ zu dem Thema Nationalpark, z.B. „ein Nationalpark würde die Menschen aussperren“, muss endgültig Schluss sein und eine ergebnisorientierte Entwicklung der Region im Sinne der Menschen und ihrer Heimat muss in den Vordergrund rücken.

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