Meinungsfreiheit

Landrat Müller wird zum Ehrenanwalt der Britischen Rheinarmee ernannt

Ich finde es höchst peinlich, wie der Paderborner Landrat Müller die Britische Armee bezüglich des Großfeuers auf dem Truppenübungsplatz Senne verteidigt. Als Anwohner der Senne kann man in den Sommermonaten fast täglich verfolgen, wie durch Schießübungen kleinere Flächenbrände auf den jeweiligen Schießbahnen ausbrechen. Ausgerechnet bei einem der größten Brände der letzten Jahre, der zufällig auch noch auf einer Schießbahn seinen Ursprung hat, wird bezweifelt, dass dieses Feuer nicht auf die an dem Tag stattgefundenen Übungen zurückzuführen sein soll?

In TV, Hörfunk und Internet wird seit Wochen auf die extreme Waldbrandgefahr hingewiesen, Wanderwege gesperrt und Überwachungsflüge angeordnet – nur unsere britischen Freunde dürfen in einem generell waldbrandgefährdeten Gebiet machen was sie wollen und fleißig mit Leuchtspurmunition ballern?

Wie würde sich Landrat Müller verhalten, wenn das Ganze anders ausgegangen wäre? Freilich hypothetisch, aber ein bisschen mehr Wind und wer weiß, ob die Brände sich nicht noch ausgedehnt hätten. Schnell könnte das Feuer auf angrenzende Siedlungen übergreifen, Rauschwaden die nahegelegene A33 einhüllen, oder auf eines der Munitionsdepots übergreifen. Aber welchen Wert hat schon Hab und Gut, Leib und Leben der Anrainer, wenn unsere ach so wirtschaftsfördernden Besatzer für Afghanistan üben müssen…

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Repräsentanten unseres Volkes und der Region vor den Briten einknicken und sich im Hofknicks vor der Rheinarmee niederbütteln. Kann man nicht einfach mal sagen „Ab Waldbrandgefahr X ist Schluss“? Sollen sie doch in einem ausgetrockneten walisischen Hochmoor verbrannte Fakten schaffen.

Darüber hinaus kann es nicht angehen, dass die Anrainerkommunen und so letztendlich der Steuerzahler die Kosten für den massiven Feuerwehreinsatz tragen soll. Hier müssen die Briten schnellstens zur Kasse gebeten werden.

Der Krieg ist lange vorbei und ich will und kann nicht einsehen, dass in unserer Region weiterhin vor den Briten nach allen Regeln der Kunst gekuscht wird.

Ein bisschen mehr Patriotismus, Respekt und Verantwortung vor den Anwohnern würde einem Landrat gut zu Gesicht stehen.

Yes Sir. Sorry Sir.

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