Meinungsfreiheit

Stammtischparolen – Nein Danke! Zum Niveau der Schlänger FDP

Von der eigenen Partei in Paderborn unter Applaus vertrieben, versucht der Fraktionsvorsitzende der Schlänger FDP, Ralph Gerdes, nun das Tanzen auf dem lippischen Politparkett. Neben den zum Teil recht amüsanten Anträgen der hiesigen FDP-Fraktion ist vor allem das Thema Nationalpark das Steckenpferd von Herrn Gerdes. Bei genauer Betrachtung des Engagements der Schlänger FDP hinsichtlich des Nationalpark-Themas kommt der neutrale und sachkundige Betrachter zu zwei Einschätzungen: Entweder haben Herr Gerdes und seine wenigen Gefolgsleute der maßgeblich durch ihn initiierten Bürgerbewegung wirklich keinerlei Ahnung von der Thematik – oder man versucht die Bevölkerung durch die bewusste Verbreitung von Unwahrheiten einzuschüchtern und Stimmung zu machen. Ersteres dürfte weniger der Fall sein, kann sich doch jeder, der die Grundlagen des Lesens und Schreibens beherrscht, besser informieren. Sollte die zweite Annahme zutreffend sein, was dann doch wahrscheinlicher erscheint, ist das Niveau, mit dem hier Politik gemacht wird, erschreckend. Auch die Lokalpolitik sollte sich ihrer regionalen Verantwortung, der in der Nationalpark-Frage europaweite Bedeutung erlangt, bewusst sein. Es wird nicht über den Namen einer Straße abgestimmt – es handelt sich um ein Thema mit weitreichenden Konsequenzen für die zukünftige Regionalentwicklung in OWL und nicht zuletzt beeinflusst es Maßgeblich das Leben und die Lebensqualität der nachfolgenden Generationen.

Es ist beschämend und zeugt von tiefem politischen Niveau, wenn man versucht mit Unwahrheiten und billiger Propaganda Stimmung zu machen. Nachdem Herr Gerdes in der Stadt (Paderborn) an seiner eigenen Partei gescheitert ist, hat er anscheinend gehofft, mit Stammtischparolen auf dem Dorf erfolgreicher zu sein, um seine fragwürdigen politischen Ansichten zu verbreiten. Glücklicherweise können aber auch die meisten Bürger in Schlangen Lesen und Schreiben. Man kann der FDP und der ihr nahestehenden Bürgerbewegung nur raten, den errichteten Schilderwald wieder abzubauen und sich auf eine sachliche Diskussion einzulassen. Fühlt man sich einer sachlichen Diskussion nicht gewachsen, sollte man sich konsequenter Weise im Sinne der Verantwortung aus dem politischen Geschäft verabschieden.

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