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„The Plastic Initiative“ startet in Hanoi

„The Plastic Initiative“ ist ein Projekt des UNESCO Büros in Bangkok, mit dem Ziel, die globale Plastikverschmutzung zu bekämpfen, indem innovative Konzepte und neue Ideen zum Einsatz kommen sollen. Die erste Phase des Projekts konzentriert sich dabei auf die Umsetzung von Maßnahmen in Küstengebieten im asiatisch-pazifischen Raum. Auf Einladung der UNESCO war ich in Hanoi, Vietnam, dabei und werde die Initiative in den nächsten Monaten begleiten.

Plastikabfall ist nicht neu, ebenso die großflächige Umweltverschmutzung durch Plastikmüll. Mittlerweile hat es sich aber zu einem globalen Problem entwickelt, das kollektive Anstrengungen erfordert. Aus diesem Grund wurde die “The Plastic Initiative” im März 2019 in Hanoi vorgestellt, bzw. gestartet, damit sich Akteure und Experten aus verschiedenen Ländern und Sektoren, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, dem Thema widmen.

Projekte an der Basis sowie ein Aktionsplan für die Länder des asiatisch-pazifischen Raums stehen zunächst im Fokus dieser Initiative. Bei der Auftaktveranstaltung im UN-Haus in Hanoi standen bestehende Gesetzgebung, erfolgreiche Modelle, internationale Erfahrung und gemeinsame Maßnahmen vor Ort auf der Agenda. Mit nationalen und internationalen Teilnehmern war die Veranstaltung die erste ihrer Art in der Region. Es sollen verschiedene Aktivitäten wie Jugendkonferenzen, wissenschaftliche Symposia, aber auch Crowdfunding-Kampagnen für vielversprechende Projektideen, folgen. Insbesondere UNESCO Biosphärenreservate im asiatisch-pazifischen Raum sollen als Versuchsstätten dienen, um Lösungen zu entwickeln, mit denen man der Plastikverschmutzung Herr werden kann. Dies umfasst vor allem Schutzgebiete in Küstenregionen sowie touristisch geprägte Regionen.

Praktikanten des UNESCO-Büros in Bangkok haben ein kurzes Video produziert

Um beispielsweise die derzeitige Situation der Mangrovenökosysteme und das Ausmaß der Plastikverschmutzung in den Biosphärenreservaten der Küsten von Vietnam besser verstehen und einschätzen zu können, besuchte eine Gruppe von Experten zusammen mit den Wissenschaftsteams der UNESCO Bangkok und Hanoi im Rahmen einer zweitägigen Exkursion das Cat Ba Biosphärenreservat.

Die Teilnehmer diskutierten mit lokalen Experten, wie sie die Schutzmaßnahmen vor Ort am besten umsetzen und koordinieren können. Die enge Abstimmung und insbesondere die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Biosphärenreservaten der Küstengebiete im asiatisch-pazifischen Raum wurde als einer der wichtigsten Voraussetzungen zur Verbesserung der Situation identifiziert und soll bei den weiteren Maßnahmen eine entscheidende Rolle spielen.

Impressionen aus Hanoi und aus dem Cat Ba Biosphärenreservat

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